Erst prüfen, was trägt – dann ersetzen, was ersetzt werden muss.
Ein Dachstuhl hält Jahrzehnte, aber nicht ewig. Feuchtigkeit über undichte Stellen, Pilzbefall, Holzschädlinge oder eine Konstruktion, die für heutige Lasten nicht mehr ausgelegt ist – die Gründe für eine Sanierung sind unterschiedlich, die Frage ist immer dieselbe: Was ist noch tragfähig?
Wir öffnen, prüfen und sagen Ihnen anschließend, was ersetzt werden muss und was bleiben kann. In den meisten Fällen ist die Sanierung der deutlich kleinere Eingriff als ein neuer Dachstuhl.
Wir legen die Konstruktion an den kritischen Stellen frei und beurteilen den Zustand von Sparren, Schwellen, Pfetten und Auflagern.
Ein Schaden ohne behobene Ursache kommt wieder. Meist steckt eine undichte Stelle, ein fehlerhafter Anschluss oder fehlende Belüftung dahinter.
Befallene Abschnitte werden herausgetrennt und ersetzt. Wo nur ein Balkenkopf betroffen ist, reicht oft eine Prothese statt eines ganzen Balkens.
Wo Querschnitte für die heutigen Lasten zu knapp sind, verstärken wir – aufgedoppelt, mit zusätzlichen Sparren oder über eine neue Schalung.
Am häufigsten geht nicht der ganze Balken kaputt, sondern sein Auflager im Mauerwerk. Dort sammelt sich Feuchtigkeit, das Holz kann nicht abtrocknen und beginnt zu faulen – oft über Jahre, ohne dass man es von innen sieht.
In diesem Fall wird der geschädigte Teil sauber abgetrennt und ein neues Stück eingesetzt, kraftschlüssig verbunden und so gelagert, dass es hinterlüftet ist. Der übrige Balken bleibt erhalten.
Wenn das Dach ohnehin geöffnet wird, ist der Moment günstig, die Dämmebene gleich mitzumachen. Eine nachträgliche Dämmung verursacht sonst ein zweites Mal Aufwand an denselben Bauteilen.
Welche Variante passt – Zwischensparren, Aufsparren oder eine Kombination – hängt an der vorhandenen Sparrenhöhe und daran, ob die Dachfläche von außen geöffnet wird.
Der wirksamste Holzschutz ist konstruktiv: Holz, das trocken bleibt und abtrocknen kann, wird nicht befallen. Deshalb geht es bei einer Sanierung zuerst um Abdichtung, Belüftung und Abstand zu feuchten Bauteilen – nicht um Chemie.
Ein chemischer Schutz ist dort sinnvoll, wo ein Befall aktiv bekämpft werden muss, etwa beim Hausbock oder bei echtem Hausschwamm. Der Hausschwamm ist ein Sonderfall: Er wächst auch durch Mauerwerk und ist meldepflichtig. Bei Verdacht wird ein Sachverständiger hinzugezogen, bevor irgendetwas ausgebaut wird.
Meistens ja. Selbst bei deutlichem Befall ist oft nur ein Teil der Konstruktion betroffen. Erst der Befund zeigt, ob sich die Instandsetzung lohnt.
In der Regel nicht. Wird die Dachfläche geöffnet, sichern wir sie gegen Witterung. Wie weit der Wohnbereich betroffen ist, klären wir vorher.
Dann zählt Tempo. Unser Notdienst ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar und sichert das Dach, bevor Folgeschäden entstehen.
Sobald tragende Teile ersetzt oder Lasten verändert werden, ja. Wir sagen Ihnen im Befund, ob das bei Ihnen nötig ist.
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