Die Konstruktion, die alles trägt – geplant, abgebunden und gerichtet.
Der Dachstuhl ist das Tragwerk Ihres Hauses. Er nimmt Eigengewicht, Schnee- und Windlasten auf und gibt sie in die Wände ab – und er legt fest, wie viel Wohnraum unter dem Dach am Ende nutzbar ist. Fehler an dieser Stelle lassen sich später nur mit erheblichem Aufwand korrigieren.
Als Meisterbetrieb mit Dachdeckerei und Zimmerei unter einem Dach planen und bauen wir Dachstühle für Neubauten, Anbauten und Ersatzneubauten in Herford, Bielefeld und ganz Ostwestfalen-Lippe.
Welches Tragwerk sinnvoll ist, entscheidet sich an der Spannweite, der Dachneigung und daran, ob der Raum darunter im Zuge eines Dachgeschossausbaus als Wohnraum genutzt werden soll.
Das Sparrendach kommt ohne Stützen im Innenraum aus und eignet sich für kleinere Spannweiten – gut, wenn das Dachgeschoss frei bleiben soll. Beim Pfettendach tragen Pfetten die Sparren ab; es erlaubt größere Spannweiten und flachere Neigungen, braucht dafür aber Stützen oder tragende Wände. Das Kehlbalkendach liegt dazwischen: Ein Kehlbalken verkürzt die Sparrenlänge und schafft gleichzeitig die Ebene für einen späteren Ausbau.
Wir nehmen vor Ort auf, klären die Anschlüsse an den Rohbau und stimmen die Konstruktion mit Architekt oder Bauherr ab.
Querschnitte, Lastannahmen und Verbindungsmittel werden nachgewiesen, bevor das erste Holz zugeschnitten wird.
Der Zuschnitt erfolgt projektbezogen im Betrieb oder über unseren Abbundpartner – je nachdem, was für das Bauteil sinnvoller ist.
Am Richttag werden die Bauteile mit dem Kran versetzt, ausgerichtet, verschraubt und kontrolliert. Danach ist die Form des Hauses zum ersten Mal sichtbar.
Zwischen Zimmerei und Dachdeckerei liegt eine Schnittstelle, an der auf vielen Baustellen Zeit verloren geht: Unterspannbahn, Konterlattung, Traufe, Ortgang und die Anschlüsse an Gauben und Kamin.
Bei uns planen dieselben Leute beide Seiten. Wer den Dachstuhl gerichtet hat, weiß, wie darauf gedeckt wird – und wo die Dämmebene später hinkommt. Das erspart Abstimmungsrunden und die Frage, wer für einen Anschluss zuständig ist.
Für Dachstühle kommt überwiegend Konstruktionsvollholz zum Einsatz: technisch getrocknet auf rund 15 Prozent Holzfeuchte, gehobelt und gefast. Die Trocknung ist der Punkt, der zählt – zu feuchtes Holz schwindet nach dem Einbau, reißt und lockert Verbindungen.
Wo große Spannweiten überbrückt werden oder das Bauteil sichtbar bleibt, wird Brettschichtholz verwendet. Es ist aus mehreren Lamellen verleimt, dadurch maßhaltiger und tragfähiger als ein Vollholzquerschnitt derselben Abmessung. Welche Sortierklasse nötig ist, gibt die Statik vor.
Das hängt an Größe und Geometrie. Bei einem Einfamilienhaus ist der Rohbau des Dachstuhls oft an einem Tag gerichtet, sofern Kran und Zufahrt passen. Den konkreten Ablauf klären wir vorab mit Ihnen.
Das entscheiden wir projektbezogen – teils im eigenen Betrieb, teils über unseren Abbundpartner. Ausschlaggebend ist, was für das jeweilige Bauteil sinnvoller ist.
Ja. Dachdeckerei und Zimmerei sind bei uns ein Betrieb, Sie brauchen für Tragwerk und Eindeckung nur einen Ansprechpartner.
Ja. Anbauten und kleinere Baukörper gehören dazu – auch in Holzrahmenbauweise.
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